Zentrum für Individualisierte Pädiatrische Onkologie (ZIPO) und Hirntumore

Die größte Herausforderung in der Kinderonkologie stellen Kinder mit einem Rückfall ihrer Erkrankung dar. Diese Kinder sind in der Regel mit der Erstlinien-Therapie schon sehr intensiv vorbehandelt und haben derzeit leider nur noch eine niedrige Heilungschance, vor allem, wenn es sich um solide Tumoren oder Hirntumoren handelt. Weitreichende Entwicklungen in der Erbgutanalyse und einer Vielzahl neuer sogenannter zielgerichteter Medikamente und neuer immuntherapeutische Therapieverfahren geben heute Anlass zur Hoffnung, diesen Kindern zukünftig besser helfen zu können.

In einem Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschem Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Universitätsklinikum Heidelberg wurde in der Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie das Zentrum für Individualisierte Pädiatrische Onkologie (ZIPO) und Hirntumore eingerichtet (Leiter: Prof. Dr. Olaf Witt und Prof. Dr. Stefan Pfister). Ziel ist es, mittels modernster molekularer Diagnostikprogramme molekulare Zielstrukturen für eine personalisierte Therapie zu identifizieren und somit die Heilungschancen für Kinder mit einem Rückfall ihrer Erkrankung zu verbessern. Dazu werden neue klinische Studien der Phase I/II entwickelt (d.h. Medikamente erprobt, die bisher nur bei anderen Erkrankungen zum Einsatz kamen, manche sogar noch nie bei Kindern) und individuelle Behandlungskonzepte etabliert.

Sowohl in den Studien, als auch in individuellen Behandlungen werden zielgerichtete Medikamente und andere Therapieverfahren oder Kombinationen daraus so präzise wie möglich eingesetzt. Dies geschieht auf Basis des molekulargenetischen Fingerabdrucks (Biomarker) der individuellen Krebserkrankung.

Damit ist ZIPO das erste Zentrum dieser Art in Deutschland.

 

Aufgaben:

·     Behandlung in klinischen Studien der Phase I/II mit zielgerichteten Medikamenten und anderen Therapieverfahren

·     Molekular informierte Einzelheilversuche  

·     Molekulare Diagnostik  

·     Beratung und Zweitmeinung 

Kinder und Jugendliche mit einer Tumorerkrankung des Gehirns oder Rückenmarks stellen eine ganz besondere Herausforderung an die Diagnostik, Therapie, Nachsorge und psychoonkologischen Betreuung. Wir betreuen unsere Patienten und deren Familien in enger Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Pädiatrischen Neurochirurgie, Pädiatrischen Neuroradiologie, Strahlentherapie, Psychoonkologie, Neuropädiatrie und Pädiatrische Neuroonkologie (DKFZ).

Unsere stationären und ambulanten Patienten werden in regelmäßig durchgeführten interdisziplinären Hirntumorboards diskutiert und unter Berücksichtigung klinischer und molekularer Informationen zu Ihrer Erkrankung individuell beraten. Die Therapie erfolgt nach den aktuellen Therapieprotokollen des Hirntumornetzwerks HIT der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) sowie nach innovativen klinischen Studien. Darüber hinaus bieten wir unseren Patienten neben einer psychosozialen und schulischen Betreuung ein umfangreiches Programm mit Musik- und Sporttherapie an. Ein besonderes Anliegen ist uns die individuelle Beratung inklusive neuropsychologischer Testung in der Nachsorge unserer Patienten mit Hirntumoren.

 

Kontakt:

Zentrum für Individualisierte Pädiatrische Onkologie (ZIPO) und Hirntumore

Im Neuenheimer Feld 460

69120 Heidelberg

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Tel.: 06221 56 37082

 

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